Weltpolitische Spannungen sind aktuell immer noch der Haupteinfluss bei den Heizölpreisen. Dementsprechend kam es heute zu einem moderaten Preisrutsch, als der Spannungsherd Iran-USA sich zum Wochenende wieder etwas beruhigte. Damit sind die Preisanstiege der vergangenen Tage schon wieder fast eingeholt, dennoch ist Heizöl aktuell noch immer deutlich teurer als zum Jahreswechsel. Verglichen mit den Vorjahren bleibt ein deutlicher Abwärtstrend bei den Heizölpreisen bestehen.
Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Über die letzten Tage gab es bei den Heizölpreisen ein reges Auf- und Ab. Dadurch ist Heizöl heute im Vergleich zum Freitag knapp -1,85 Euro günstiger als vergangenen Freitag, dabei aber nahezu genauso teuer wie vorherigen Montag. Die allgemeinen kurz- bis mittelfristigen Preisanstiege machen sich jedoch besonders im Vergleich zu Januar-Anfang bemerkbar. Abnehmerinnen und Abnehmer in der Bundesrepublik zahlen heute durchschnittlich +4,31 Euro mehr als am Jahresanfang.
Langfristige Preisentwicklung
Die aktuellen Heizölpreise sind nahezu identisch mit den Zahlen von vor drei Monaten. Gemeinsam mit den deutlichen Preisentwicklungen der letzten Wochen verdeutlicht das nur nochmal, wie volatil die Preisentwicklungen zuletzt wirklich waren. Der allgemeine Abwärtstrend über die Jahre hinweg bleibt weiter vorhanden. So zahlen Abnehmerinnen und Abnehmer im deutschen Bundesgebiet aktuell durchschnittlich -4,59 Euro weniger als vor einem Jahr, und -13,43 Euro weniger als vor 2 Jahren.

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Wetterbedingte Ausfälle in den USA
Die Winterausfälle und Schneestürme in den USA gehen in die nächste Runde. Zu starke Kälte schränkt hier vereinzelt die Ölproduktionen ein und sorgt damit für regionale Engpässe, welche auch den Weltmarkt belasten.
Was spricht aktuell für sinkende Preise?
– Näherungsversuche zwischen USA und Iran
Zwischen den USA und dem Iran kam es in der vergangenen Woche zu hitzigen Diskussionen und Drohungen. Nun versuchen sich beide Seiten friedvoll wieder anzunähern, was erste Sorgen zu den Ölexporten aus dem Nahost-Raum lindert.
– Deutliche Überversorgung am Ölmarkt
Mit allgemeinen Entspannungen am internationalen Ölmarkt rutscht der Fokus wieder ein Stück weit auf die erwartete Überversorgung am Ölmarkt. Diese wird von einigen Instituten auf mehr als 3 Mio. Barrel pro Tag geschätzt, was ein deutliches Überangebot im Vergleich zur Nachfrage verursachen würde.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 02.02.2026
Source: Futures-Services

